Das fünf-Punkte Programm
von dem ersten Vereinspräsidenten Fred Egger «Frühförderung, Sonderschulung, Wohnen, Arbeiten, Freizeit verbringen» wurde von insieme Solothurn stetig weitergetragen und auch politisch bearbeitet.
Der Verein ist und war darum besorgt, Bereiche wie Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten und der Freizeit, Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung, Teilhabe an Bildung (obligatorische Schulbildung in integrativen und separativen Settings, in nachobligatorischer Bildung, in Erwachsenenbildung), in allen Bereichen der Frühförderung und allgemein der Entlastung von Eltern und Angehörigen zu tragen, zu ermöglichen, Informationsveranstaltungen zu verschiedenen behindertenspezifischen Themen und Selbsthilfe unter Eltern oder Angehörigen zu organisieren. Die Sicherung der Kontinuität der «grossen Wegsteine» wie die der Heilpädagogischen Sonderschulen, Werkstätten, Heime sowie der Weiterentwicklung aller Bereiche, welche die Mit- und Selbstbestimmung von Menschen mit einer geistigen Behinderung fördern, sind die zentralen Anliegen von insieme Solothurn.
Kernstücke sind ein starker Vorstand, der die Belange des Vereins in den Augen behält und sich gesellschaftlich und politisch Gehör verschafft sowie die grosse Gruppe der Menschen mit Behinderungen, welche die Angebote Ferien, Reisen und Ausflüge sowie die Treffen und Begegnungen im Rahmen des insieme träffs, insieme Freitagsträffs, insieme Jugendträffs, insieme Kids mit den Ponytagen und insieme Chor mit dem neuen insieme Chor Kids nutzen. Die «Wegsteine» wurden in den letzten Jahren materiell kleiner. Sie sind allerdings deshalb nicht weniger essentiell: Insieme Solothurn bietet Eltern, Angehörigen und betroffenen behinderten Menschen einen Ort der Begegnung, des Empowerments. Ohne die «grossen Wegsteine» des ersten Präsidenten Fred Egger wären die heutigen Angebote nicht möglich.
Das ist unsere Geschichte...
2026
Neu wird ein Fahrtraining mit Autos für Intressierte mit einer Beeinträchtigung ab dem alter von 16 Jahren unter dem Motto “Autofahren trotz Handycap” angeboten.
Im Januar startet ein neues Angebot der neue “insieme Freitagsträff” für junge Erwachsene im Alter von 17-25 Jahren.
Das Chorangebot wird auch erweitert um den “Insieme Chor Kids” mit start im Frühling.
Im April der Jubiläumsabend „SoWiDuAu“
Ein besonderer Abend für geladene Gäste im Konzertsaal Solothurn – geprägt von Musik, Begegnung und spürbarer Verbundenheit.
- Feierlicher Apéro und Raum für Austausch
- Aufführung des Musicals „SoWiDuAu“
- Ansprachen von Stefanie Ingold, Franziska Roth und Fabian Putzing
- Uraufführung des insieme Solothurn Films „SoWiDuAu“ mit Interview
- Musikalische Begleitung durch Sarah Jane
Ein Abend, der zeigt, was insieme Solothurn ausmacht: gemeinsam erleben, sich begegnen und Verbundenheit schaffen.
Aktionswoche am Kreuzackerplatz “SoWiDuAu”
Eine ganze Woche im Zeichen von Begegnung, Kultur und gelebtem Miteinander. Die Aktionswoche am Kreuzackerplatz bringt Menschen zusammen und schafft vielfältige Erlebnisse:
- Eröffnung & Film als gemeinsamer Auftakt
- Musical-Aufführung „SoWiDuAu“
- Podiumsgespräch mit insieme inklusiv
- Disco für Freude, Bewegung und Gemeinschaft
- Ein Samstag mit „Grüüveli Tüfeli“, Rhythmusicircle und Konzert mit WHY für musikalische Vielfalt
- Abschluss-Brunch und „persönlich“
Eine Woche, die zeigt, wie lebendig, offen und verbindend insieme Solothurn ist.
2025
Anlässlich der 60. GV von insieme Solothurn vom April wird das Budget für das Jubiläumsprojekt “So Wi Du Au” genehmigt.
Das OK nimmt an Fahrt auf.
Ebenso der Töffanlass im September: 73 Töffs mit Seitenwagen und andere töffähnliche Gefährte tuckern in eindrücklicher Kolonne ins Emmental.
2024
insieme Solothurn nimmt mit insieme Olten an der Vernehmlassung zum Sozialgesetz teil. Das neue Gesetz würde regeln, dass der finanzielle Mehraufwand, der bei der Betreuung und Begleitung in einer Kita entstehen kann, vom Kanton übernommen wird.
Für insieme geht das Gesetz in die richtige Richtung. Damit wird die Basis für eine inklusive frühe Förderung und Betreuung geschaffen. Beide Eltern von behinderten Kindern könnten, wie andere Eltern auch, einer Arbeit unbesorgt nachgehen, die Behinderung eines Kindes wäre kein Killerkriterium mehr für die Aufnahme in eine Kita.
Die kantonale Volksinitiative «Politische Rechte für Menschen mit einer geistigen Behinderung» kommt nicht zustande.
2023
Im Jahr 2023 führt der neue insieme-Chor die Vogelhochzeit auf. Es folgt im Dezember ein Adventskonzert mit anschliessendem offenem Singen.
Kurz vor den Herbstferien erhalten Eltern die ein Kind mit einer Beeinträchtigung haben vom Volksschulamt Briefe, dass die sozialpädagogische Begleitung sowie Hortangebote an den kantonalen heilpädagogischen Schulzentren eingestellt werde.
Die behinderten Kinder der Bedarfsstufe 1 haben ab Sommer 2024 keine Betreuungsplätze mehr, da die gesetzliche Grundlage für die Finanzierung fehle. insieme Solothurn gemeinsam mit insieme Olten intervenieren. Mit Herrn Dr. Remo Ankli, Regierungsrat, können wir eine erste Verlängerung der Hortangebote bis 31.7.2025 aushandeln.
insieme Solothurn beteiligt sich mit an der kantonalen Volksinitiative «Politische Rechte für Menschen mit einer geistigen Behinderung». Im Kanton Solothurn leben 206 geistig-behinderte Menschen mit einer umfassenden Beistandschaft, die ihre politischen Rechte nicht wahrnehmen können.
2022
Das Gesuch für den Chor wird bewilligt und wir starten im Mai mit unserem inklusiven Chor.
Auch die Ponytage des insieme Kids nehmen Fahrt auf. Somit können wir nun auch ein Angebot für behinderte Kinder im Alter von 6-12 Jahren anbieten.
2020
Die Corona-Pandemie hat den Verein fest im Griff. Trotzdem beginnen wir mit sogenannten Abstimmungsabenden. Im insieme träff werden regelmässig politische Themen und Abstimmungen diskutiert, Pro und Contra werden abgewägt, um sich eine Meinung bilden zu können und an Wahlen und Abstimmungen partizipieren zu können.
Das Sommerferienangebot in Heiligenschwendi kann nicht durchgeführt werden. Alle Freizeitangebote sind von März bis Oktober: Der erste Anlass geht dafür gerade für ein Weekend ins Tessin nach Bellinzona. Es wird unglaublich deutlich, wie wichtig der insieme träff ist, um der Vereinsamung vorzubeugen.
2019
In diesem Jahr unternehmen wir wieder eine grosse Auslandsreise und es geht nach Barcelona, ebenfalls sehr eindrucksvoll, weil wir genau in den Streik hineingeraten, dh. wir schaffen es knapp noch, wieder auszureisen.
2018
Der insieme Träff geht auf Reisen: ein Wochenende in Zürich voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und unvergesslicher Momente.
2017
Die Berlin Reise ist einerseits sehr gelungen, aber auch erschütternd: Eine Teilnehmerin mit Behinderung bricht bei der Besichtigung des jüdischen Museums in Tränen aus. Sie erklärt: «Warum habe ich bis jetzt noch nie davon gehört? In der Schule haben wir solche Themen nie besprochen.»
Insieme bekommt am Märetfescht einen tollen Platz im Höfli des Schulhauses Kollegium. Der Auftritt von Why ist «zeltfüllend».
2016
insieme Solothurn wird im 50 Jahre und der insieme träff feiert sein 40-jähriges Jubiläum.
Die Festschrift: “50 Jahre Begegnungen”
Die Bewerbung zum Sozialpreis 2016 ist eine späte Hommage auch an Fred Egger, Riedholz, verstorben 2011, und seine Tochter Brigitte Egger, geboren 1955. Sie konnte 1969 mit 14 Jahren endlich auch in die Schule gehen, bis zur Pensionierung arbeitete sie in der VEBO Zuchwil und nutzte regelmässig die Angebote des insieme träffs. Unsere Bewerbung wurde gewürdigt mit dem Anerkennungspreis.
2015
Wir führen die dritte Städtereise nach Wien durch.
Es formiert sich ein 8-köpfiges OK zur Organisation des 40-Jahr Jubiläum des insieme träffs. Die sechs Personen mit Behinderungen übernehmen die Organisation und Durchführung der Anlässe. Jeder und jede bringt sich gemäss seinen Stärken ein.
2014
Per 1. Januar werden die fünf Heilpädagogischen Sonderschulen kantonalisiert. Rückblick für die HPS in Solothurn: Nach 45 Jahren seit Eröffnungsjahr und riesigen Anstrengungen der Elternvereinigung eine grosse Sicherheit nach dem Umbruch vom Jahr 2008, anlässlich dessen im Rahmen des NFA’s die Finanzierung der Sonderschulung von der IV an die Kantone delegiert wurde.
Der Töffausflug wächst weiter: es reihen sich über 200 Töffs in die Kolonne und beglücken über 70 Personen mit Behinderungen. Die Reise geht nach Mümliswil.
2013
Nachwuchs ist wichtig: Das Lokal soll auch am Mittwochnachmittag genutzt werden. 2013 wird der insieme Jugendträff von insieme Solothurn ins Leben gerufen. Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen im Alter von 12-18 Jahren.
Auch die zweite Städtereise nach Paris wird erfolgreich durchgeführt und bietet den Teilnehmenden unvergessliche gemeinsame Erlebnisse.
2012
Im Rahmen des Bildungsklubs der Pro Infirmis Solothurn wird auf Anregung des insieme träffs ein Assistenzkurs durchgeführt: Sechs Menschen mit einer geistigen Behinderung besuchen die Weiterbildung und übernehmen Betreuungsaufgaben im insieme träff von bedürftigeren Teilnehmenden.
Am Anlass «Weihnachtsmarkt Konstanz» begleiten 18 Assistent:innen und Helfer:innen mit Behinderung insgesamt 19 Teilnehmende. Die Gruppe ist gut unterwegs, niemand geht verloren – und die positive Stimmung ist spürbar. Das Helferteam sammelt dabei wertvolle Erfahrungen und wächst weiter zusammen.
2011
Die Wohnschule «Sprungbrett» wird der Arkadis Olten übergeben. Die vom Kanton geforderte Professsionalisierung kann so erhalten werden und eine wichtige Idee von insieme Solothurn, selbstständiges Wohnen auch für Menschen mit geistigen Behinderungen ermöglichen zu können, wird weitergetragen und entwickelt.
Der diesjährige Töffausflug wird ein grosses Unterfangen: 60 Menschen mit Behinderungen können teilnehmen, rund 100 Personen helfen mit, verschenkt werden 100 kg Bienenhonig an alle Töfffahrer, Töfffahrerinnen und Hilfspersonen.
11. September 2010
Die Töfftour führt ins Stade de Suisse anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums von insieme Schweiz. Die Fahrt durch Bern und die Runde im Stade sind unvergesslich:
100 Töffs fahren ein und geben insieme Schweiz die Ehre.
2009
Am Schneeweekend in Mürren getrauen sich vier Menschen mit Behinderungen auf Skiern und eine Person auf dem Snowboard, die schwarze Piste vom Schilthorn hinunterzufahren.
Es findet die erste Städtereise des insieme träffs nach London statt.
Weihnachten bezaubert: insieme träff reist zum ersten Mal für ein Weekend in den Europapark und geniesst den Weihnachtszauber. 30 Teilnehmende und 6 Betreuungspersonen wagen das Abenteuer.
2008
Es finden 27 Anlässe statt, an denen insgesamt 848 Menschen mit Behinderungen teilnehmen. Betreut und begleitet werden sie in 1455 Stunden, die von Helfenden ehrenamtlich geleistet werden.
Es wurden vier Ferienangebote durchgeführt: Schneeferien in Mürren und zwei Angebote im Sommer in Heiligenschwendi und eine Woche im Herbst in Lugano.
Am Lottomatch 2008 nehmen 164 Personen teil.
Unser Lokal 3 im Alten Spital in Solothurn wird zu klein. Ein Umzug wird geplant. Aber vorher muss das Lokal 1 gemeinsam neu gestrichen werden.
2007
Findet die erste Töfftour mit Seitenwagen auf den Grenchenberg statt: 37 Personen mit Behinderungen mit über 70 Helfenden nehmen an dieser eindrücklichen Erstfahrt teil.
2006
2005
Bekommt der insieme Träff Gelegenheit, das Lokal 3 im Begegnungszentrum BZ Altes Spital Solothurn zu mieten, die Nutzung erfolgt gemeinsam mit Cerebral Solothurn. Das Lokal erhält den Namen «Aareträff».
Die Programmgestaltung des insieme Träff für 2006 wird im November 2005 an einer Sitzung mit Abendessen aktiv von den Teilnehmenden mit Behinderung bestimmt. Mitsprache und Mitbestimmung der Teilnehmenden mit Behinderung werden immer wichtiger.
2004
Hat der Regierungsrat das «Leitbild und Handlungskonzept für Menschen mit Behinderungen» verabschiedet. Insieme Solothurn kann sich als Vernehmlassungspartner einbringen. Wichtige Fragen zur Frühförderung, Sonderschulung und integrierter Schulung werden mit dem Kanton besprochen.
Zum ersten Mal wagt sich das Ferienangebot von insieme Solothurn nach Lech, Vorarlberg. Neu ist auch die Konzeption: Logiert wird in einem einfachen Hotel, Jugendunterkünfte eignen sich nicht (mehr); auch Menschen mit einer geistigen Behinderung haben das Recht auf eine schöne Unterbringung in Einer- und Zweierzimmern mit entsprechenden Standards. Ferien für Behinderte im Ausland werden vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) allerdings nicht finanziert. Spenden werden immer wichtiger. In den Ferien werden Ölbilder gemalt, im damaligen Lehrerseminar Solothurn kann eine Ausstellung und der Verkauf der Bilder durchgeführt werden.
2000
Insieme Solothurn übernimmt von der Pro Infirmis die Trägerschaft für das Ferienangebot im Sommer.
Zentral ist die Entlastung von Eltern und Angehörigen und das Anbieten von 14-tägigen Ferien für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung im Alter von 18 – ca. 70 Jahren für rund 25 Personen. Oberstes Ziel des Angebots ist Teilhabe zu ermöglichen: Sich in den Ferien verwöhnen zu lassen, gleiche Ferienorte wie nicht-behinderte Personen erleben, sich in der Öffentlichkeit bewegen, aus der Isolation des Heimalltages herauskommen und Gleichgesinnte kennenlernen.
1998
Das Fest „zäme feschte – zäme läbe“ wurde als verbindender Anlass gefeiert und vom Vizestadtpräsidenten Mathias Welter als „Anlass mit Herz“ bezeichnet.
Im Zentrum stand die Begegnung zwischen Menschen – mit und ohne Behinderung – mit dem Ziel, Nähe zu schaffen und Berührungsängste abzubauen. Die Wirkung des Anlasses wurde von der OK-Präsidentin Ruth Gribi treffend beschrieben:
„Tatsächlich gingen Freude, Begeisterung und Wärme von den beteiligten Gruppen aus. Die gute Stimmung übertrug sich schnell auf Gäste und Zuschauer.“
Und die zentrale Botschaft kam an:
„… behinderte Menschen sind unter uns und gehören zu uns.“
1994
Seit der Umbenennung zu insieme Solothurn und der Mitgliedschaft bei insieme Schweiz verbinden sich bewährte Aufgaben mit neuen Anforderungen.
Was einst mit grossem Engagement und viel Eigeninitiative aufgebaut wurde, entwickelte sich hin zu einer zunehmend professionalisierten Arbeit. Qualität wurde messbar, Strukturen klarer – Standards und Zertifizierungen hielten Einzug in die Betreuung.
Heute sind Begriffe wie „TQM und ISO … auch für Behinderteninstitutionen keine spanischen Dörfer mehr“ und stehen sinnbildlich für den Wandel hin zu Transparenz, Verlässlichkeit und gesicherter Qualität.
1991
Wurde von der Pro Infirmis die Wohnschule “Sprungbrett” in Gerlafingen übernommen. Sie ist eine der wenigen Wohnschulen, welche dem ursprünglichen Konzept – die Gründung initiieren und die Trägerschaft dann abzugeben – folgte. Die
meisten anderen Wohnschulen der Pro Infirmis blieben als Erwachsenenbildungsprojekte in der Organisation integriert. Das «Sprungbrett» von insieme Solothurn bietet eine dreijährige Ausbildung, die dem Bedürfnis vieler Menschen mit geistiger Behinderung nach mehr Selbstbestimmung und Autonomie in jeder Hinsicht entgegen kommt.
1990
Mit der Zeit entwickelten sich die ursprünglich klaren Ziele – der Aufbau von Institutionen für Schulung und Betreuung – hin zu zunehmend komplexen und vielschichtigen Aufgaben. Gleichzeitig nahm das Engagement teilweise ab, und es entstanden gesellschaftliche Strömungen, die das Leben von Menschen mit Behinderung infrage stellten, insbesondere in der «modernen» Wissenschaft
«welche dahinzielen, behindertes Leben als nicht lebenswert zu beurteilen»
Die damalige Präsidentin Ursula Dobler brachte diese Entwicklung eindrücklich auf den Punkt: „… welche dahinzielen, behindertes Leben als nicht lebenswert zu beurteilen“
Und setzte ein klares Zeichen für Haltung und Werte: „… dann müssen wir Eltern protestierend aufstehen, um für das Recht des ‹Anderssein› zu kämpfen“
1989
Wurde der Freizeitclub der Pro Infirmis übernommen, welcher als «insieme träff» noch heute erfolgreich kulturelle und sportliche Anlässe für Behinderte und Nichtbehinderte organisiert und durchführt. Schwerpunkt der Freizeitaktivitäten ist das Zusammensein, die Begegnung Nichtbehinderter mit Behinderten, Behinderter mit Nichtbehinderten.
1980
Gemeinsam mit dem Kanton stellt die Vereinigung das Wohnheim in Zuchwil fertig. Das Wohnheim ist heute bekannt als «Wohnheim Kontiki», heute mit Standort in Subingen.
1977
Ein neues Grossprojekt lanciert die Mitgliederversammlung:
Die Gründung einer Stiftung zum Bau eines Wohnheims. Als Partner wird die «Vereinigung zu Gunsten des cerebral gelähmten Kindes», (heute CP-Solothurn) gefunden.
1976
Wird ein Projekt lanciert:
Die Junge Kirche Solothurn organisiert gemeinsam mit der Pro Infirmis Freizeitanlässe für jugendliche Behinderte: Der Freizeitclub für Behinderte ist geboren. Die Trägerschaft übernimmt die Pro Infirmis. Die Eltern der Elternvereinigung schicken ihre Jugendlichen mit Behinderungen gerne. Das Angebot ist auch eine Entlastung.
1975
Die geschützte Werkstatt Zuchwil wurde , zusammen mit den Werkstätten in Oensingen, Olten und Laufen Teil der Genossenschaft VEBO – Solothurnische Eingliederungsstätte für Behinderte Oensingen.
3. November 1972
Die Eröffnung des Werkes konnte mit einem grossen Fest gefeiert werden.
16. Juni 1971
Beginn des Baus des Werkes in Zuchwil.
1970
1969
Die Heilpädagogische Beratungs- und Behandlungsstelle für behinderte Kleinkinder (heute HPD), heilpädagogische Früherfassung Solothurn unter der Trägerschaft des Bachtelen Grenchen) wird vom Verein initialisiert und gegründet.
Das Startkapital für eine geschützte Werkstätte (heutige VEBO, Standort Zuchwil, Werk 1) wird zusammen getragen durch einen Bazar im Konzertsaal und ein vom Cäcilien Verein organisiertes Benefizkonzert.
Im Jahr 1968
Die Verein «Vereinigung zur Förderung geistig Invalider Solothurn und Umgebung» tritt der Schweizerischen Vereinigung der Elternvereine für geistig Behinderte SVEGB bei.
Begegnungen mit Fürstin Gina von Liechtenstein, dem Schlagersänger Peter Alexander, den Berner Troubadours Mani Matter und Jakob Stickelberger finden statt und ermöglichen ein Bekanntmachen der Anliegen des Vereins.
Im Genfer Rathaus sagte Egger: «Gschpüret dr jetz was i meine, s Gfüehl z’übercho, für einisch nid im mer nume s Würschtli z’sy, (…), we me für einisch o drzue ghört, wo me süsch gloubt, usgschlosse z’sy.»
1987
«Aber das Schulhaus im Dürrbach war für ein behindertes Kind gleich weit weg, wie für einen Solothurner Paris», äusserte sich Alfred Egger an einer Festrede 1987.
Ein herzerweichender Brief des Aktuars Paul Mast an General Motors (Schweiz)
in Biel löste das Problem.
GM stiftete einen fabrikneuen Opel, sorgte drei Jahre für den Service und
bezahlte die Versicherung. «I gloube, dr Grösse wahn het zum Uspuff us grouchnet.» meinte der Gründungs präsident.
25. September 1969
Die Eröffnungsfeier der neuen heilpädagogischen Sonderschule Solothurn findet statt.
«Unser
ständiges Drängen an kompetenter Stelle, unsere
Kinder auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten schulen
zu können, konnte auf Dauer nicht mehr überhört
werden.» stellte Alfred Egger an der Eröffnungsfeier
fest.
Das Problem des Schulbusses muss gelöst werden: General Motors stiftet einen fabrikneuen Opel, sorgt drei Jahre für den Service und bezahlt die Versicherung.
Juni 1968
Der erste Erfolg stellte sich nach drei Jahren eifrigen Lobbyierens ein:
1546 Stimmberechtigte stimmen dem 500 000 Franken-Projekt Sonderschule Dürrbach zu und eben den Weg für eine Sonderschule im Kanton Solothurn.
23. November 1966
Gründung von «Vereinigung zur Förderung geistig Invalider Solothurn und Umgebung» im Hotel Turm in Solothurn.
Das Programm ist bereits zu Beginn ehrgeizig. Die Politik und damit der Staat soll in die Pflicht zur Betreuung von behinderten Menschen genommen werden, Fred Egger wird erster Präsident der Vereinigung. Er stellt folgende Programmpunkte ins Zentrum:
I. Professionelle Früherfassung Behinderter
II. Schaffung einer Sonderschule für geistig behinderte Kinder
III. Errichtung eines Sonderschulheims, eines Wohnheims und einer Eingliederungswerkstätte
IV. Aufbau einer Beschäftigungswerkstätte für Schwerstbehinderte
V. Anbieten von Freizeit- und Sportmöglichkeiten.
